Nachtrag!

Endlich habe ich ein schnelles I-Net-CAfe gefunden!! JUhuuu! Hier erstmal ein kleiner Nachtrag der letzten Tage!

Samstag, 11.02

Der Samstag hat doch noch einige Überraschungen mitgebracht. Ich habe Judith, die Holländerin angerufen, die auch erst Do angekommen ist. Sie, Sanne (eine weitere Holländerin, die mit Judith zusammen wohnt) und ca. 4 holländische Jungs sind dann mit mir mit dem Auto zum Stand (Clifton Bay No.4) gefahren. Die Holländer sind ein komisches Völkchen (always jokeing –und ich verstehe noch keine Witze auf englisch, besonders wenn es sich um englischen Humor handelt J ), aber an sich war es sehr nett. Hab mich erst ein wenig unwohl gefühlt, weil die alle total gut englisch können. Das ist der Hammer! Aber der Strand und die tolle Location (alle Strände sind irgendwie eingerahmt von Bergen (Tafelberg o.ä.). Man kann Pinguine und seltsame Vögel sehen (meist aber Möwen) und die ganze Zeit schöne Menschen sehen (sooooo süße Kinder mit schwarzen Locken und viele Models –Kapstadt ist eine Modelhochburg, vielleicht sollte Jutta mal kommen?! ;-) ) Später kamen aber noch Antje und Tebby (auch deutsch). Ab da wurde es richtig gut, obwohl die beiden auch schon (wie eigentlich jeder ausser ich) lange im Ausland waren und ich als einzige ein total grottiges Englisch habe. Aber das soll sich hier ja ändern.
Am Clifton Bay wurde es zum Abend richtig voll, weil die Kapstädter sich mit einem Jazzkonzert selbst gefeiert haben. Mit den ganzen Leuten, die am Strand halbnackt Picknicks veranstaltet haben, hat man sich selber irgendwie wie ein alter Hippie gefühlt….
Später waren wir noch gemeinsam was essen. Ich hatte übrigens, um Rückfragen zu vermeiden, einen Thai Chicken Salat mit einem Bier. War echt gut, obwohl die S-Afrikaner irgendwie auf Kümmel stehen und die das sogar über Salat streuen.
Später sind Antje und ich auf einer kleinen Hausparty zu anderen Xchange-Studenten gefahren. Die Holländer wurden von denen und wir von den Holländern eingeladen. Die Party war eher mau, aber man hat noch neue Leute kennen gelernt. Vielleicht lag es aber auch unserer Stimmung, da Antje und ich noch in eine Polizeikontrolle geraten sind. 500 Rand (ca. 50 Euro für fahren ohne Führerschein). Da hab ich auch mal Rassismus live erlebt. Alle ohne Führerschein mussten halten und ein Polizist nahm die Daten auf. Und die Schwarzen mussten am längsten warten, obwohl sie eher „anstanden“. Die waren echt sauer, was ich aber auch echt gut verstehen kann. Als dann, zum totalen Überfluss, Antjes Auto nicht ansprang, haben die uns sofort geholfen. Die Weißen sind z.Zt. hier, um ein neues Vorurteil entstehen zu lassen, echt arrogant. Auf jeden Fall im Vergleich zu den Dunkelhäutigen.

Sonntag

Antje, Tebby und sind heute an die Waterfront zum shoppen gefahren. Das erste Mal Minibus fahren war echt aufregend. Die kleinen Busse fahren an den großen Straßen immer Richung Kapstadtcity und zurück. Jemand schreit „Capetown“ aus dem Bus und man hebt die Hand o.ä. und die halten für dich an. Für die ca. 15 Min. Fahrt hab ich 4 Rand bezahlt (40Cent), was ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, für die Show einem geboten wird. Jeder redet und neckt jeden und auch wir wurden sofort mit eingebunden (Wo kommt ihr her? Warum heiraten Deutsche immer nur Amerikaner? Und warum wir keinen „Nigger“ (O-Ton) nehmen? -Er wäre einer und wurde die schönen Deutschen sofort heiraten! Ach nein, er hat Frau und Kinder…. und so weiter….

Montag

Heute war mein erster Arbeitstag. Ich war total nervös. Ich alleine, viele Kinder, aaaaaaaaaaaaahhhh.
Karin von der Xchange-Agentur hat mich abgeholt und mich hingebracht. Sie ist Südafrikanerin und eine echt nette Frau. Meine Sorgen waren ein wenig umsonst. Ich hab zwar wirklich nicht alles verstanden, dafür hatten die Kinder ihren Spaß und die können jetzt die ersten deutschen Wörter. Am Morgen hatte „meine Klasse“ Kunsttherapie gehabt und ich hab schön mitgemalt, mit Ton gematscht und hässliche Bilder loben müssen.
Anschließend, hatten die noch zwei Unterrichtstunden bis 15 Uhr. Da die Lehrerin gerade in ein neues Haus umzieht und sie frei hatte, habe ich die Klasse „oberserviert“. Da mein Wortschatz noch beschränkt ist, hat sie alles auf „be quiet“, „sit down“, „read your book please“ beschränkt. Das war schon heftig.

Allem im Allen ein guter Start in SA-Arbeitsleben. Alle sind locker drauf und freundlich. Ich hab noch nie vorher ein Kompliment über meinen Maskara bekommen. Es würde sehr gut meinen Augen stehen. *klimper`klimper*. Die eine Lehrerin hat sogar ihren Hund mit. Der hat seinen Platz vor der Klassenzimmertür und wacht dort ;-). Aber trotz der Lockerheit haben die Kinder auch Respekt vor der Lehrerin. Stehen alle in einer Reihe, bevor sie gehen und sagen: „Danke Vista Nova (Anmerkung der Redaktion: Name der Schule)! Tschüß Frau XXX! Ich wünsche noch einen schönen Tag!“
Das wünsch ich euch auch! Bis dann, Doris

Dienstag
Nach der Arbeit alleine mit dem Zug nach Maizenberg gefahren und dort Antje und Tebby getroffen. Siehe Fotos.

16.2.08 12:20

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